Staatszirkus der DDR: Berolina-Eisrevue

Berolina-Eisrevue

Die Eisrevue entstand bereits 1958 als Zweigbetrieb des VE Circus Aeros und wurde im Januar 1961 mit dem Hauptunternehmen in den VEB Zentral-Zirkus eingegliedert. Um Verwechslungen mit dem Reisezirkus zu vermeiden, erfolgte noch vor dem Beginn der Saison 1961 die Umbenennung in "Berolina-Eisrevue".

Trotz des großen Zuschauerzuspruchs (380.000 Besucher in der Saison 1961) stellte die Eisrevue bereits zum Ende der Saison 1962 ihren Betrieb ein: einerseits aus Mangel an geeigneten, professionellen Eisläufern und zum anderen, weil die Anlage für die mobile Eisherstellung technisch verschlissen war.

Technische Daten der Eisanlage:

  • hergestellt 1954 im VEB Maschinenfabrik Halle (Saale)
  • Transport auf sieben Spezialwagen mit zwei Ammoniakverdichtern, zwei Kondensatoren und zwei Solepumpen
  • 2800 Liter Sole und 600 Kilogramm Ammoniak erzeugten innerhalb von vier Stunden eine 120 m2 große Eisfläche von vier Zentimetern Dicke

Fotos

Riesa, 30. April 1961: Premiere der Berolina-Eisrevue, in der Loge Otto Netzker mit dem tschechischen Choreographen Boris (Bohumil) Milec und Ludek Kovanda (Generaldirektor von CsCV, der tschechischen Zirkusverwaltung)

Berlin, November/Dezember 1961: Die Eisrevue an ihrem Standort Rathausstraße/Alexanderplatz