Über viele Jahre war es zu einer schönen Tradition geworden, dass der Staatszirkus der DDR die Tore seines Winterquartiers in Dahlwitz-Hoppegarten für den „Tag der offenen Tür“ öffnete. Der Termin lag meist im März, wenige Tage vor der Ausreise der Zirkusse zu ihren Tourneen.
Kamen 1969, zum ersten „Tag der offenen Tür“ gerade einmal 2500 Besucher auf das Gelände am Bollensdorfer Weg, erreichte diese Zahl 1987 ihren Höchststand. Mehr als 30.000 Besucher wollten in diesem Jahr einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens werfen. Den Einheimischen und Touristen bot sich die Gelegenheit, Artisten- und Dressurproben beizuwohnen und die Ställe und Werkstätten ebenso wie Wagen und Technik zu besichtigen. Ponyreiten und Karussells sorgten für Abwechslung bei den großen und kleinen Gästen.
Im Jahr 1990 gab es gleich zwei Jubiläen zu begehen: Der Staatszirkus der DDR wurde 30 Jahre alt und der „Tag der offenen Tür“ zum 20. Mal veranstaltet.
Aus diesem Doppelanlass ließ die Pressestelle der Generaldirektion einen Sonderbriefumschlag im Format C6 herstellen, der neben den Veranstaltungstexten das Signet des Betriebes in Form des kugellaufenden Elefanten – entworfen von Wolfgang Brock – zeigt.
Für diese Archivale des Monats bedanken wir uns bei Dietmar Winkler, der das Exponat dem Zirkusarchiv von Sascha Bittner gespendet hat.